Der Kameramörder

Volk und Welt 2001, Roman

Der Kameramörder. Roman von Thomas Glavinic.

Klappentext

Mit seiner Lebensgefährtin besucht der Erzähler ein befreundetes Paar in der Steiermark. In den Medien wird über einen Doppelmord an zwei Kindern berichtet, den der Täter mit einer Videokamera aufgenommen haben soll. Während die vier Freunde zwischen Fernseher und Kartenspiel, Küche und Gesprächen pendeln, wird ganz in ihrer Nähe fieberhaft nach dem Mörder gesucht.

Der Kameramörder

Fakten

Friedrich-Glauser-Preis

2010  · Thriller/Drama
Regie: Robert Adrian Pejo
Besetzung: Ursina Lardi, Merab Ninidze, Dorka Gryllus, Andreas Lust, Oszkár Nyári, Attila Egyed

Einordnung

Der Kameramörder, vom Autor selbst als Novelle bezeichnet, zählt zu den bekanntesten Texten von Thomas Glavinic. Das Werk thematisiert Medienrealität, Wahrnehmung und Gewalt in einer zunehmend von gelenkter Emotionalisierung geprägten Öffentlichkeit. Das nach dem Erscheinen polarisierende Buch zählt heute im Deutschunterricht zur Pflichtlektüre.

Rezeption

„Ein verstörendes und verstörend perfekt inszeniertes Planspiel.“ Neue Zürcher Zeitung
„Wo Glavinic steht, das wissen wir nach diesem Buch: in der ersten Reihe der deutschsprachigen Literatur.“ Daniel Kehlmann